Tinnitus-Noiser und Masker waren gestern. So einfach behandeln Sie Ihr Ohrgeräusch zeitgemäß (und sofort)

von | 19. 12. 2018

Bei jedem Tinnitus gilt: Je mehr Aufmerksamkeit Sie dem Geräusch widmen, desto störender und lauter wird es – und desto mehr verfestigt sich die Tinnitus-Aktivität im Hörzentrum des Gehirns. Eine systematische akustische Ablenkung ist daher immer ein wichtiger Schlüssel zur Genesung.

Spezielle „Noiser“ oder „Masker“, also einem Hörgerät ähnliche Rauschgeräte (hier unser ausführlicher Ratgeber dazu), sind jedoch heute zur Tinnitus-Behandlung in etwa so notwendig wie Schallplatten oder Kassetten zum Musikhören.

Die zeitgemäße Tinnitus-Noiser-Alternative

Ob zur gezielten Ablenkung und Entspannung oder für ein wirksames Tinnitus-Retraining:

Wir schlagen Ihnen einen zeitgemäßen, bereits von Tausenden mit großem Erfolg praktizierten Ansatz vor, mit dem die Tinnitus-Therapie einfacher und effektiver ist denn je – auf der Stelle verfügbar und endlich für Jedermann erschwinglich.

Alles, was Sie brauchen ist:

Smartphone (oder MP3-Player)

Jedes Smartphone fungiert als „Immer-dabei“-Abspielgerät. Falls Sie keines haben, tut es ebenso gut ein günstiger MP3-Player, ein Tablet / iPad oder ein Notebook.

Rausch- oder Naturklänge

Geeignete Klänge gibt es in Form von Apps. Am besten nutzen Sie aber therapeutische Klänge, die speziell für eine angenehme und effektive Tinnitus-Behandlung gemacht wurden – wie die diese hier.

Kopfhörer oder Lautsprecher

Verwenden Sie nach Belieben unauffällige Ohrhörer, Bügel-Kopfhörer oder kabellose Bluetooth-Lautsprecher. Empfehlungen für optimale Geräte finden Sie weiter unten.

Auf diese einfache Weise drängen Sie den Tinnitus in den Hintergrund und wirken einer Fixierung auf das Geräusch entgegen. Zugleich bauen Sie die belastende körperliche und psychische „Alarmreaktion“ auf den Tinnitus ab, die den Kern des Leidens bildet.

Über uns

Auf TinnitusHeilen.de informiere ich Sie auf dem aktuellen Stand von Forschung und Therapie rund um das Thema Ohrgeräusche. In meinem Großen Tinnitus-Heilbuch zeige ich Schritt für Schritt, wie Sie das Tinnitus-Leiden gezielt überwinden und zugleich Ihre Chance maximieren, dass das Geräusch ganz abklingt. Haben Sie Fragen? Dann schreiben Sie mir gern.

Verstehen, wie Sie den Tinnitus wieder „loslassen“

Die neurowissenschaftliche Forschung hat klar ergeben: Egal, was den Tinnitus zunächst verursacht bzw. ausgelöst hat – wenn er erst einmal da ist, wird er im Gehirn von Rückkopplungen aufrechterhalten und verstärkt, die sich vor allem aus der Aufmerksamkeit für den Tinnitus sowie aus der körperlichen und psychischen Alarmreaktion speisen.

Im Klartext heißt das:

Je mehr Aufmerksamkeit Sie dem Tinnitus widmen, je gestresster Sie auf das Geräusch reagieren, desto eher setzt sich der Tinnitus fest und desto eher entwickelt sich ein längerfristiges Leiden.

Umgekehrt gilt:

Je weniger Sie den Tinnitus beachten, je besser Sie sich entspannen, desto eher klingt das Geräusch wieder ab, desto eher wird es zumindest nicht zu einem dauerhaften Problem.

Leider ist den meisten Betroffenen nicht bewusst, dass sich ein Tinnitus in der Regel schon nach kurzer Zeit verselbständigt und dann völlig unabhängig vom Fortbestehen der Ursachen (Lärm, Mittelohrentzündung, Medikamente etc.) „weiterfunkt“.

Daher ist es immer wieder tragisch, wenn Betroffene wochen-, monate- oder gar jahrelang alle Hoffnung auf eine endlose Ursachenforschung oder wirkungslose Pseudo-Behandlungen wie Ginkgo-Mittel setzen.

Dabei lässt sich mit ganz einfachen Maßnahmen wie einer gezielten akustischen Ablenkung und Entspannung tatsächlich direkt am Kern des Tinnitus-Leidens ansetzen. 

Mit Klängen gezielt die Genesung fördern

Im Grunde sollte es auch nicht verwundern, dass die sinnvolle Behandlung eines Phänomens, das ja nun einmal vom Hörsystem ausgeht, gerade auch hier ansetzen muss: beim Hören.

Daher setzen nicht nur wir, sondern praktisch alle renommierten Tinnitus-Kliniken in Deutschland und weltweit maßgeblich auf recht einfache klang- bzw. musiktherapeutische Maßnahmen. 

Eine wenigstens teilweise Verdeckung („Maskierung“) des Tinnitus durch angenehme Klänge der Natur oder ein neutrales Rauschen wirkt auf das gesamte Nervensystem sehr entspannend und baut die sehr schädliche Fixierung auf das störende Geräusch ab.

Die auf bahnbrechenden neurowissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT) nutzt Klänge für einen besonders systematischen Heilungsprozess.

Das Prinzip ist ganz einfach: Mit angenehmen Naturklängen oder einem „weißen Rauschen“ wird der Tinnitus – in einem bestimmten Verhältnis nur teilweise – verdeckt.

Das mindert die Stärke des Tinnitus im Hörsystem und bringt das Gehirn dazu, den Tinnitus immer mehr auszublenden. Der Tinnitus wird dann schließlich in den meisten Fällen weitgehend überhört, ohne länger zu stören, oder verschwindet sogar ganz. 

Kein Mensch braucht spezielle Noiser

Egal, ob Sie den störenden Tinnitus jetzt schnell maskieren möchten (um „herunterzufahren“, sich auf die Arbeit zu konzentrieren, ein gutes Buch zu lesen usw.) oder ein umfassendes Tinnitus-Retraining angehen möchten:

Beides lässt sich heute wunderbar mit einfachen Ohrhörern, Kopfhörern oder portablen Mini-Lautsprechern vornehmen, auch kabellos via Bluetooth.

Leider ist es im deutschsprachigen Raum einer Art „Kartell“ aus HNO-Ärzten und Hörgeräteakustikern gelungen, den Eindruck zu erwecken, dass für diese Art der Tinnitus-Behandlung spezielle Geräte – die „Tinnitus-Noiser“ beziehungsweise „Tinnitus-Masker“ (hier unser ausführlicher Ratgeber dazu) – erforderlich sind.

Das ist aber blanker Unsinn. Ein Unsinn, der leider eine völlig unnötige Hürde aufbaut und dazu beiträgt, dass gerade der extrem erfolgreiche und im Kern genial einfache Heilungsweg des Retrainings hauptsächlich „schwer leidenden“ Privatpatienten zugute kommt.

Dabei kann das Tinnitus-Retraining jedem und jeder Betroffenen enorm helfen, und zwar auch dann, wenn das Ohrgeräusch erst seit Kurzem besteht und/oder nur mäßig stört.

Was die Forschung sagt

„Die Tinnitus-Retraining-Therapie schließt immer eine Klangtherapie ein, spezielle Geräte sind dafür aber nicht unbedingt erforderlich.“

„Entscheidend ist die Nutzung geeigneter Klänge, nicht die Nutzung bestimmter technischer Hilfsmittel.“

„Was zählt, ist der Klang an sich. Mit welcher Methode oder welchem Gerät er erzeugt wird, ist nicht wichtig.“

„Von überwältigender Bedeutung ist der Klang, nicht die Art seiner Übertragung.“

Diese Zitate stammen von niemand geringerem als von den Vätern der Tinnitus-Retraining-Therapie: von dem US-amerikanischen Neurophysiologen Pawel J. Jastreboff von der Elite-Universität Yale und dem renommierten britischen Audiologen Jonathan W.P. Hazell.

Beide haben in unzähligen Büchern, Vorträgen und Fachaufsätzen buchstäblich hundertfach betont, dass es beim Retraining überhaupt nicht auf die Nutzung bestimmter Geräte ankommt, sondern allein darauf, dass man geeignete Klänge auf die richtige Weise nutzt.

Endlich: Tinnitus-Retraining für Jedermann

Dass ausgerechnet die international erfolgreichste Maßnahme gegen Tinnitus im deutschsprachigen Raum weit weniger als einem Prozent der Betroffenen zugute kommt, nehme ich als Gesundheitsberater und Stressmanagement-Trainer, spezialisiert Ohrgeräusche, nicht länger hin.  

Daher habe ich in mehrjähriger Arbeit ein Heilbuch verfasst, das ein umfassendes, hochwirksames Tinnitus-Retraining erstmals in Form eines einfachen Selbsthilfe-Programms anbietet.

Optimale, speziell für die Tinnitus-Behandlung aufwändig produzierte Klänge (Rauschen, Wellenrauschen, Bachplätschern, Regen und vieles mehr) erhält jeder Nutzer gleich dazu. 

Verbunden mit wirksamen entspannungstherapeutischen und psychologischen Elementen ist alles hierauf ausgerichtet: Ihre Rückkehr zu einem vom Tinnitus unbeeinträchtigten Leben – indem das Geräusch entweder abklingt oder nicht mehr stört.

Vorteile gegenüber Tinnitus-Noisern und Maskern

Auch bei unserem Ansatz eines umfassenden Selbsthilfe-Retrainings können gern herkömmliche Noiser eingesetzt werden. Einfache Modelle erhält man, wenn der Tinnitus schon seit mindestens drei Monaten besteht, kostenlos auf Rezept vom HNO-Arzt, wie hier beschrieben.

Notwendig ist das aber nicht, im Gegenteil. Denn das Retraining mit gewöhnlichen Ohrhörern oder portablen Lautsprechern bietet – ganz abgesehen von den geringen Kosten – große Vorteile:

1. Sofortige Verfügbarkeit

Jeder kann auf der Stelle mit der Behandlung beginnen, ohne lange Wartezeiten auf Termine – und egal, wie lange der Tinnitus schon besteht.

Auch etwa, wenn sich in der Akutphase ein Tinnitus-Leiden zusehends entwickelt, ist das Retraining die Methode schlechthin, um die Negativspirale zu stoppen und systematisch zu genesen.

2. Große Klangvielfalt

Ihnen steht ein große Auswahl angenehmer, extra-sanfter Klänge zur Verfügung, die Sie je nach Geschmack und Situation einsetzen können.

Dagegen geben die vom Hörgeräteakustiker angefertigten Noiser/Masker in der Regel nur ein einziges, unveränderliches Rauschen von sich.

Und das, obwohl die Väter des Tinnitus-Retrainings, Jastreboff und Hazell, immer wieder betont haben, dass entspannende Naturklänge (vor allem die des Wassers) sogar besser für die Behandlung geeignet sind und von den meisten Patienten bevorzugt werden.  

3. Höhere Klangqualität

Das Noiser/Masker-Rauschen klingt recht „kalt“ und nicht sonderlich schön, was daran liegt, dass das Rauschen über ein winziges Kunststoffröhrchen ins Ohr geleitet wird.

Hochwertige Rausch- und Naturklänge wie unsere klingen bereits mit einem Billig-Kopfhörer oder Lautsprecher weitaus angenehmer als das, was aus einem herkömmlichen Noiser kommt.

4. Bessere Akzeptanz

Die meisten Betroffenen nutzen in der Praxis einfach lieber Kopfhörer oder portable Lautsprecher.

Wie ich aus meiner Beratungsarbeit weiß, kommt es immer wieder vor, lassen sich immer wieder Betroffene von gewieften Hörgeräte-Akustikern Luxus-Noiser für mehrere Tausend Euro aufschwatzen – die dann schon nach kurzer Zeit in der Schublade verschwinden.

Spricht auch irgendetwas für Noiser?

Der größte (und auch einzige) Vorteil spezieller Noiser ist, dass sie immer noch am unauffälligsten zu tragen sind. Dies ermöglicht einen Dauereinsatz z.B. in Berufen mit Kundenkontakt. In vielen Arbeitssituationen lassen sich aber auch sehr gut dezente Ohrhörer oder Bluetooth-Lautsprecher ersetzen.

Wenn der Tinnitus durch die Geräuschkulisse oder das fokussierte Arbeiten am Arbeitsplatz bereits in den Hintergrund tritt, ist eine Klangtherapie während dieser Zeit ohnehin entbehrlich.

Denn zum Tragen kommt die Klangtherapie im Rahmen des Retrainings vor allem in den Phasen des Tages, in denen es recht ruhig und das Ohrgeräusch besonders präsent ist.

Die besten Geräte

Dank unseres innovativen Ansatzes mitsamt der EarnoiseCare-Klänge können Sie die Tinnitus-Behandlung – auch ein vollwertiges Tinnitus-Retraining – auf der Stelle beginnen. Mit jedem Kopfhörer, den Sie gerade zur Hand haben. Sogar mit den eingebauten Lautsprechern Ihres Smartphones, Tablets oder Laptops.

Auch hier gilt: Wie die Klänge übertragen werden, ist zweitrangig. Erlaubt ist alles, was gefällt.

Zu Ihrer Orientierung stelle ich Ihnen dennoch beispielhaft einige sorgfältig ausgewählte Kopfhörer und Lautsprecher vor, die ganz besonders gut für das Tinnitus-Retraining geeignet sind.

Besonders interessant ist dabei die aktuelle Generation kabelloser Bluetoth-Kopfhörer und -Lautsprecher. Denn damit genießen Sie volle Bewegungsfreiheit, genau wie mit Noisern.

Falls Sie eine Neuanschaffung erwägen, dann sei dies auch damit gerechtfertigt, dass Sie das Gerät schließlich zugleich zum Hören von Musik, Radio, Hörbüchern usw. nutzen können – und das noch lange, nachdem sich Ihr Tinnitus-Problem in Wohlgefallen aufgelöst hat.

Geeignete Geräte bekommen Sie schon für ganz kleines Geld, ab etwa 10 bis 20 Euro. Denn es kommt nicht auf HiFi-Qualität an – zumal die Retraining-Klänge lediglich ein dezentes „Hintergrundrauschen“ bilden sollen, das man schon bald weitgehend überhört.

Kopf- und Ohrhörer

Verwenden Sie möglichst Kopfhörer in der sogenannten „offenen“ Bauweise. „Offene“ Kopfhörer sind – im Gegensatz zu „geschlossenen“ akustisch nicht abgeschirmt, sodass Umgebungsgeräusche kaum gedämpft werden.

Offene Kopfhörer klingen prinzipiell besser als geschlossene, nämlich luftiger, transparenter und natürlicher, während geschlossene Modelle den Klang eher verfälschen.

In den vergangenen Jahren sind leider hauptsächlich geschlossene Kopfhörer in auf den Markt gekommen – obendrein viele, die Umgebungsgeräusche zusätzlich noch durch ein aktives „Noise Canceling“ minimieren.

Bei der Tinnitus-Behandlung ist es aber grundsätzlich nicht hilfreich, das Ohr zu „verschließen“. Gerade eine längere Anwendung im Rahmen des Tinnitus-Retrainings sollte ganz  beiläufig erfolgen und die eigenen Alltagsaktivitäten so wenig wie möglich beeinträchtigen.

Dazu gehört, dass man außer den Retraining-Klängen auch die ganz gewöhnlichen Geräusche seiner Umgebung gut hören kann. Alle Kopfhörer-Modelle, die ich Ihnen hier beispielhaft empfehle, erlauben dies. Denn es handelt sich durchweg um offene Kopfhörer.

Kabellose Bluetooth-Kopfhörer sind nicht erforderlich, sondern lediglich ganz besonders komfortabel.

Apple Airpods

Absolut perfekt geeignet für die Tinnitus-Selbsthilfe und ein angenehmes Tinnitus-Retraining sind die Airpods von Apple.

Diese sehr innovativen, besonders zuverlässigen „True Wireless“-Ohrhörer sind sehr angenehm zu tragen und auch enorm komfortabel, gerade mit einem iPhone/iPad.

Die Kopplung mit dem Smartphone, MP3-Player, Tablet oder Laptop ist kinderleicht eingerichtet. Danach kann man sich frei durch den Raum (oder die halbe Wohnung) bewegen, im Umkreis von bis zu 15 Metern um das Abspielgerät herum.

Wirklich praktisch: Sobald man einen der beiden Airpods aus dem Ohr nimmt, stoppt automatisch die Wiedergabe. Setzt man ihn wieder ins Ohr, wird die Wiedergabe fortgesetzt.

Eine Akkuladung währt immerhin fünf Stunden. Das kleine Aufbewahrungs-Case ist zugleich ein mobiles Ladegerät. Man steckt die Airpods also unterwegs einfach zurück ins Case, und schon nach 15 Minuten kann man weitere drei Stunden Retraining-Klänge hören. Insgesamt gibt das Case den Airpods Stromnachschub für ganze 24 Stunden.

Der entscheidende Vorteil der Airpods gegenüber praktisch allen anderen heute erhältlichen Bluetooth-Ohrhörern ist aber:

Die sogenannten „Earbuds“-Ohrstücke sitzen recht locker in der Ohrmuschel und werden nicht wie bei typischen „In-Ear“-Modellen in den Gehörgang gesteckt. So werden Umgebungsgeräusche kaum gedämpft und man fühlt sich nicht „zugestöpselt“.

Bei einem einseitigen Tinnitus kann auch nur ein Airpod verwendet werden. (Bei einem längeren Retraining wird allerdings grundsätzlich ein beidseitiger Betrieb empfohlen).

Die Airpods lassen sich problemlos auch mit Nicht-Apple-Geräten (wie Android-Handys und -Tablets) sowie mit jedem Bluetooth-fähigen PC, Mac oder Notebook nutzen.

Sony STH32

Diese Art Ohrhörer (auch „Earbuds“ genannt) sind Klassiker, die es sehr günstig von vielen Herstellern gibt. Die Sony STH32 sind etwas hochwertiger und sogar wasserdicht.

Apple Earpods

Die Apple Earpods sind eine ganz besonders gut sitzende und gut klingende „Earbuds“-Variante – sicher keine Offenbarung beim Musikhören, aber für das Tinnitus-Retraining bestens geeignet.

Es gibt sie wahlweise mit Klinkenstecker (nutzbar auch mit Nicht-Apple-Geräten) oder hier mit Lightning-Stecker (für iPhones / iPads).

Yamaha HPH-150

Die Yamaha HPH-150 (oder HPH-200) sind erstklassige offene Bügelkopfhörer mit einem wunderbar unverfälschten Klangbild. Gemacht für Musiker – umso besser für das Tinnitus-Retraining geeignet.

AKG K701

Die außerst bequemen, offenen AKG K701 (oder AKG K702) sind vielleicht eher etwas fürs Sofa, aber Ihr wunderbar unverfälschtes, fein auflösendes und räumliches Klangbild ist ein Genuss.

Portable Lautsprecher

Als ideale Ergänzung zu Kopfhörern empfehle ich kleine, portable Bluetooth-Lautsprecher. Im Prinzip kann die Tinnitus-Behandlung sogar vollständig mit Lautsprechern erfolgen.

In vielen Situationen, gerade bei relativ „statischen“ Tätigkeiten, kann die „Klanganreicherung“ mit Bluetooth-Lautsprechern – bei gleicher Wirksamkeit – sogar angenehmer sein.

Bluetooth-Lautsprecher sind kinderleicht zu bedienen und finden Platz auf jedem Schreib-, Couch- oder Nachttisch, im Bad, in der Küche usw. Im Büro, bei Arbeiten am Rechner daheim, beim Handwerken, beim Kochen und in vielen anderen Situationen lassen sich die Geräte bestens anstelle von Kopfhörern oder Noisern einsetzen. 

Sie eignen sich zudem wunderbar, um mit entspannenden Geräuschen leichter einzuschlafen und obendrein im Schlaf das Tinnitus-Retraining und damit die Heilung voranzutreiben. Auch sind die Lautsprecher eine unschätzbare Hilfe bei Entspannungsübungen (wie Yoga, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung). 

Ein durchaus gewichtiger Vorteil des Tinnitus-Retrainings mit einem kleinen kabellosen Lautsprechern ist: Die Box verschafft Ihnen das gewünschte, dezente „Hintergrundrauschen“, sie dämpft aber die übrigen Hintergrundgeräusche überhaupt nicht ab.

Bose SoundLink Revolve

Der stylische Bose SoundLink Revolve ist kaum größer als ein großes Wasserglas und empfiehlt sich durch seinen ausgewogenen 360°-Sound.

Während die meisten Lautsprecher „frontal“ gut klingen, bleibt der Klang beim SoundLink Revolve konstant gut, wenn man sich im Raum bewegt. Das ist für das Tinnitus-Retraining ideal.

JBL Go

Aber auch ganz preiswerte Modelle eignen sich bestens für das Tinnitus-Retraining. Beispielhaft ist der JBL Go, ein winziges Kästchen, das in die Hosentasche passt und ziemlich gut klingt.

JBL Flip

Der hochwertige und sehr robuste JBL Flip klingt recht klar und „hell“. Gerade Tinnitus-Betroffene mit einer Hörschwäche im Hochtonbereich mögen dies in der Regel, da die interne Höhenanhebung der Box gewissermaßen den Hörverlust ausgleicht.

Libratone Too

Der schöne Libratone Too liefert ähnlich wie der Soundlink Revole einen „360°-Sound“. Sein Klangbild ist sehr unverfälscht, ohne eine gefällige Höhen- oder Bassanhebung.

Netzbetrieb möglich

Der Akku der kleinen Lautsprecher hält übrigens je nach Modell bis zu 20 Stunden. Sie können die Geräte aber beim stationären Betrieb (etwa auf dem Schreib- oder Nachttisch) auch beliebig lange am Netzteil bzw. USB-Kabel betreiben.

Ohne Risiko testen

Zwar bin ich aus vielen Gründen kein Fan dieses Online-Versandhandels, dennoch in diesem Fall mein Tipp: Probieren Sie Kopfhörer oder Lautsprecher risikolos in Ruhe aus, indem Sie sie bei Amazon bestellen. Die Links finden Sie oben bei jedem Gerät.

Falls Ihnen ein Gerät dann nicht zusagt, können Sie sie es innerhalb eines Monats kostenlos zurückgeben. Das ist erfahrungsgemäß selbst dann kein Problem, wenn die Geräte deutliche Gebrauchsspuren haben. (Achten Sie dafür auf den Hinweis „Verkauf und Versand durch Amazon“ und vermeiden Sie sogenannte Marketplace-Händler.)

Einfach anfangen

Am Ende des Tages zählt allein, dass Sie das Tinnitus-Retraining möglichst bald beginnen und für eine Weile konsequent betreiben. Von der Nutzung bestimmter Geräte hängt der Erfolg nicht ab.

Falls Sie Ihre Tinnitus-Heilung wirklich systematisch angehen wollen, lege ich Ihnen Das Große Tinnitus-Heilbuch ans Herz. Darin weihe ich Sie in alle Geheimnisse des Retrainings anschaulich ein.

Mit den besten Wünschen
JS

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ÜBER DEN AUTOR

Jan Staiger

Der Berliner Gesundheitsberater und Stressmanagement-Trainer wurde vom Tinnitus-Betroffenen zum erfolgreichen Selbsthilfe-Coach. Sein hochwirksamer integraler Behandlungsansatz basiert auf dem neuesten Stand von Forschung und Therapie. 

Der engagierte Tinnitus-Experte verrät, was wirklich hilft – und was nicht. Dank einer jahrelangen Auswertung der internationalen Forschung und der therapeutischen Praxis führender Tinnitus-Kliniken weltweit konnte er bereits Tausenden Menschen in persönlicher Beratung zu einem vom Ohrgeräusch ungetrübten Leben verhelfen.  

Im Frühjahr 2018 erschien sein bahnbrechender Selbsthilfe-Ratgeber "Das Große Tinnitus-Heilbuch".

Als erfahrener Journalist (Dipl.-Med.-wiss., mit langjährigen Tätigkeiten u.a. für das ZDF, n-tv und die Nachrichtenagentur ddp) steht J. Staiger für klar verständliche, absolut verlässliche Inhalte. Als umfassend ausgebildeter Practitioner des "Neuro-Linguistischen Programmierens" (NLP) versteht er es zugleich, mit den Mitteln der Sprache tiefgreifende positive Veränderungen von Wahrnehmung, Denken und Verhalten anzuregen.

Der Artikel auf dieser Seite wurde zuerst veröffentlicht am 28.4. 2017 und vollständig überarbeitet am 19.12. 2018. Es gelten die Urheberrechtshinweise in den AGB! Die widerrechtliche Verwertung von Inhalten wird in vollem Umfang straf- und zivilrechtlich verfolgt.

FOTOS: Titel © Jack Frog / Shutterstock (S). Andere © Lumen Photos (S), David Ferencik (S), Jack Frog (S), iPhone Mockup (CC0), Africa Studio (S), Produktfotos der Hersteller

Über uns

Auf TinnitusHeilen.de informieren wir Sie auf dem neuesten Stand von Forschung und Therapie rund um das Thema Ohrgeräusche. Unabhängig, seriös und immer angetrieben von dem Wunsch, Ihnen wirklich zu helfen.

Exklusiv bei uns ist seit Mai 2018 auch der bahnbrechende Selbsthilfe-Ratgeber "Das Große Tinnitus-Heilbuch" erhältlich. Sie erfahren darin, wie Sie das Tinnitus-Leiden gezielt überwinden und zugleich Ihre Chance maximieren, dass das Ohrgeräusch wieder ganz abklingt.

Ziel unserer Arbeit ist Heilung im Sinne eines vom Tinnitus unbeeinträchtigten Lebens. Indem das Geräusch entweder verschwindet oder aber unwichtig wird und nicht mehr stört  – weshalb man es dann überhört.

Therapeutische Klänge

  1. Meeresrauschen
  2. Wildbach
  3. Weißes Rauschen
  4. Sommerregen
  5. Singvögel

Von der schnellen Ablenkung und Entspannung über die Verbesserung von Schlaf und Konzentration bis zu einem hochwirksamen Tinnitus-Retraining:

Die 30 extra-sanften Klänge von EarnoiseCare wurden eigens für die gezielte Tinnitus-Behandlung entwickelt und helfen fast jedem Betroffenen enorm.